Liebe Patientin, lieber Patient,

im Folgenden wird der Ablauf erklärt, der auf Sie zukommt, wenn Sie eine
Psychotherapie im Kostenerstattungsverfahren (KE) beantragen möchten. Dieses
Vorhaben wird nicht einfach sein und – in vielen Fällen – zunächst erst einmal
abgelehnt. Ich werde Ihnen helfen und Sie dabei unterstützen, eine Therapie bei mir
bewilligt zu bekommen.
Folgende Schritte sind zu erledigen:
1. Schritt: Kontakt mit Ihrer Krankenkasse und der Terminservicestelle aufnehmen
• Kontaktieren Sie Ihre Krankenkasse und fragen Sie, welche Dokumente Sie für
den Antrag auf KE einreichen müssen. Die Krankenkassen verhalten sich
gegenüber dem KE oft ablehnend. Lassen Sie sich nicht verunsichern:
Sie haben einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung (§13 Abs. 3 SGB V).
• Lassen Sie sich dann von einem Sachbearbeiter eine Liste mit kassenzuge-
lassenen Praxen geben, mit (angeblich) freien Behandlungskapazitäten.
Nicht immer, aber manchmal, haben die Kassen solche Listen.
• Kontaktieren Sie die Terminservicestelle (TSS), um einen Sprechstunden-Termin
bei einem Vertragsbehandler zu erhalten.
=> Telefonnummer der TSS: 116 117
2. Schritt: Sprechstunde und Dringlichkeitsbescheinigungen
Bei diesem ersten durch die TSS vermittelten Sprechstunden-Termin wird Ihnen eine
Bescheinigung (PTV11) ausgestellt.
• Darauf muss angekreuzt werden, dass eine "zeitnahe Behandlung" indiziert ist.
• Im handschriftlichen Teil sollte unbedingt stehen, dass eine Richtlinientherapie
im Verfahren Verhaltens therapie, keine Akuttherapie (12 Sitzungen) indiziert
ist. Ansonsten hat die Kasse nämlich die Möglichkeit, Sie nochmal auf die TSS zu
verweisen, um sich dort eine 12-stündige Akuttherapie oder eine 4-stündige
Probatorik ohne Garantie auf nachfolgende Therapie beim jeweiligen Therapeuten
vermitteln zu lassen.
• Des Weiteren empfiehlt es sich, beim Hausarzt eine weitere
Dringlichkeitsbescheinigung ausfüllen zu lassen. Den Konsiliarbericht müssen Sie
zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht einholen (das ist erst dran, wenn man sich
in der Probatorik entscheidet, die eigentliche Therapie zu beantragen), allerdings
können Sie ihn schonmal ausfüllen lassen, wenn Sie sowieso beim Hausarzt sind.
3. Schritt: Psychotherapie-Ablehnungen sammeln
Rufen Sie Psychotherapeuten in Ihrer Nähe an, die Ihnen von Ihrer Krankenversiche-
rung genannt wurden und lassen sich von ihnen bestätigen, dass Sie dort aufgrund
mangelnder Kapazitäten in nächster Zeit keine Psychotherapie beginnen können.
1 / 2- Praxis für Psychotherapie Am Fischbacher Weg 1,
Diplom-Psychologin * Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Dokumentieren Sie die Telefonate
65388 Bärstadt
01522 / 79 52 989 * KGroth-PT@posteo.de
(siehe „Kostenerstattung => Vorlagen + Formulare
=> Ablehnungsprotokoll“).
Momentan ist es in der Regel so, dass Sie erst nach etwa 10 Absagen von
Psychotherapeuten eine Kostenerstattung beantragen können.
Auf meiner Homepage ist dann noch Entwurf für ein Anschreiben an Ihre Krankenkasse
enthalten, dass Sie als Basis für Ihren .
4. Schritt: Antrag auf Probesitzungen
Wenn die oben genannten Dokumente (Ablehnungsprotokoll, Anschreiben, PTV11,
Dringlichkeitsbescheinigungen) vollständig sind, melden Sie sich bei mir und wir
vereinbaren einen Termin, bei dem wir uns kennenlernen und ich Ihnen helfe, den
Antrag auf KE fertigzustellen.
Wir füllen gemeinsam ein formales Antragsformular aus und Sie bekommen noch mein
Anschreiben, eine Kopie meiner Approbationsurkunde, und einen Kostenvoranschlag
für die Kasse.
Sie schicken alle Antragsunterlagen an die Krankenkasse. Wir beantragen zunächst
4 Probesitzungen. Dieser erste Termin wird Ihnen in Rechnung gestellt (nach der
GOÄ 1 , Ziffer 870, 2,3-facher Satz 100,55 €, Stand 03/2021). Wenn die Kasse die
Probesitzungen bewilligt, können Sie diesen ersten Termin auf die Probatorik
anrechnen lassen.
5. Schritt: Probesitzungen und Psychotherapie-Antrag
Wenn die Kostenerstattung genehmigt wird, vereinbaren wir weitere Termine für die
Probesitzungen. Sobald wir entscheiden, dass eine gemeinsame Therapie in Frage
kommt (Sie müssen prüfen, ob Sie mit mir arbeiten können, ich muss prüfen, ob ich
Ihnen ein entsprechendes Behandlungsangebot machen kann), beantragen wir eine
Richtlinientherapie.
Wird diese bewilligt, werde ich die geplante Psychotherapie (und dies entspricht dann
dem Verfahren in einer Kassenpraxis) in einem „Bericht an den Gutachter“ begründen
und Sie schicken dies zusammen mit einem Konsiliarbericht, den Sie von einem Arzt
Ihrer Wahl (z.B. Hausarzt, Internist, Gynäkologin) bekommen an Ihre Krankenkasse.
Dieser Bericht wird anonymisiert begutachtet.
6. Schritt: Therapie im Kostenerstattungsverfahren
Wird Ihr Antrag genehmigt, können wir die Therapie beginnen. Sie können mir dann
auch eine Abtretungserklärung unterschreiben, dann stelle ich die weiteren
Rechnungen direkt an Ihre Versicherung. Bei weiteren Fragen oder Unklarheiten
schreiben Sie mir gerne eine E-Mail.
Ihre Katharina Groth
Ablaufplan zum Kostenerstattungsverfahren 

Dokumente / Vorlagen zum Download